Presse kommentiert – 19.09.16

Aktuelle Presseinformationen zu Wolfgang Dietrich kommentiert vom VfB-Blog.

Reutlinger Generalanzeiger

…Gegenwind ist der Mann gewohnt. »Das gehört zum Geschäft«, sagt der Geschäftsmann, der die Anteile an seinen diversen Firmen fast allesamt an seine Söhne übertragen hat. Nur 14 Prozent an der erfolgreichsten Firma Quattrex Sports AG gehören ihm noch. Die Firma beschäftigt sich unter anderem mit Darlehensvergaben an Fußballclubs, auch solchen, die in Konkurrenz mit dem VfB Stuttgart stehen…Dietrich verspricht, dass man «in zwei Jahren die Strukturen des Clubs nicht mehr erkennt. Ich traue mir das zu»…Wolfgang Dietrich ist fest entschlossen. »Ich will bei meiner Entlastung mehr Stimmen bekommen als bei meiner Wahl«, sagt er…Und er will im Ehrenamt arbeiten…»Ich will nicht durch Verträge gebunden sein«, sagt Dietrich…

Zwischen den Zeilen gelesen:

1. Wolfgang Dietrich besitzt noch 14 Prozent an der Quattrex Sports AG und hat den Rest im Wesentlichen an Sohn Christoph Dietrich übertragen. Dieser erlangte mediale Berühmtheit hauptsächlich durch seine namentliche Erwähnung in den sogenannten Panama-Papers.

2. Wolfgang Dietrich traut sich zu, dass man in zwei Jahren die Strukturen des Clubs nicht mehr erkennt. Die Strukturen des Clubs werden nach der Ausgliederung tatsächlich nicht mehr vergleichbar sein.

3. Wolfgang Dietrich will bei seiner Entlastung mehr Stimmen bekommen als bei seiner Wahl. Wird Wolfgang Dietrich gewählt und erfolgt anschließend die Ausgliederung, so wird die folgende Mitgliederversammlung nur noch sehr geringen Zulauf haben. Er wird (absolut) also bei weitem nicht so viele Stimmen bekommen, wie er am 09.10.2016 benötigt. Relativ (prozentualer Anteil der Stimmen) dürfte es jedoch unproblematisch möglich sein. Wer geht nach einer Ausgliederung schon noch zur MV des Vereins?

4. Wolfgang Dietrich will im Ehrenamt arbeiten um nicht durch Verträge gebunden zu sein. Mit anderen Worten: wenn die Ausgliederung nicht klappt, ist Wolfgang Dietrich wieder weg. Wenn die Ausgliederung klappt auch?

Stuttgarter Zeitung

…Dietrich will „führen, managen, steuern“…

…„Es ist schon jetzt ein Full-Time-Job“, sagt er und versucht eines bei kritischen Fragen in Bezug auf seine unternehmerischen Tätigkeiten dann immer darzulegen: „Wenn ich die Absicht hätte, mit dem VfB Geschäfte zu machen, gäbe es ganz andere Möglichkeiten.“…„Ich will den Club führen, managen, steuern.“ An den Mitgliedern liegt es, ob er das darf und der neue starke Mann des VfB Stuttgart sein kann…

Zwischen den Zeilen gelesen:

Wolfgang Dietrich füllt einen Full-Time-Job ehrenamtlich aus. Das geht nur über einen begrenzten Zeitraum. Nach der Ausgliederung wird „Vereinspräsident“ kein Full-Time-Job mehr sein. Dann und nur dann macht ein ehrenamtlicher Job Sinn. Dann und nur dann ist ein Vereinspräsident auf ehrenamtlicher Basis sogar die einzig vernünftige Entscheidung. Dann und nur dann wird der Vereinspräsident aber auch nichts mehr führen, managen und/oder steuern.

Mit anderen Worten: der Präsident des VfB Stuttgart wird nach einer Ausgliederung weder führen, noch managen, sondern maximal ein Aufgabengebiet haben welches im weitesten Sinne unter steuern zu subsumieren ist. Die diesbezüglichen aktuellen Aussagen von Herrn Dietrich sind insofern irreführende Wahlversprechen.

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